Studi-Heim

Wohnen im Studi-Heim – Was du wissen solltest!

Studierendenwohnheime können eine attraktive Alternative zu WGs und der eigenen Wohnung sein. Hier muss man sich um wenig kümmern. Meist ist (fast) die komplette Infrastruktur vorhanden, die Kosten für eine Einrichtung kann man sich hier genauso sparen wie eine MaklerInnenprovision. Neben leistbarem Wohnraum in oft von Mietenwucher geplagten Unistädten, bieten sie Gemeinschaft und soziales Leben, oft und auch gerade für Neuankömmlinge in der Stadt.
In neuen Heimen gibt es fast nur noch Einzelzimmer, in älteren Heimen gibt es auch noch sehr günstige Zweibettzimmer. Es gibt Heime, in denen von eigenem Fitnesscenter, über Lokale, bis zur Reinigungskraft fast alles vorhanden ist, was man auch in einem guten Hotel vorfinden kann, und andere, bei denen es sich auf das Wesentliche beschränkt. Manchmal gibt es Einzelküchen, manchmal Stockwerksküchen. Alles eine Frage der Modernität und des Preises.

Ein großer Unterschied zu Wohnungen ist, dass das rechtliche Verhältnis zwischen HeimträgerInnen und Studierenden nicht auf einem Mietvertrag, sondern auf einem Benützungsvertrag nach dem Studentenheimgesetz beruht. Für Heime gilt daher ein anderer Kündigungsschutz als im Mietrecht. Aus diesem Gesetz ergibt sich auch eine besondere demokratische Struktur in Heimen - die BewohnerInnen wählen HeimvertreterInnen und andere FunktionärInnen, denen dann wiederum gewisse Mitspracherechte und Anhörungsrechte bei der Heimleitung zustehen.

Um an einen Heimplatz zu kommen, muss man sich bei der Heimträgerorgansiation (oft online) anmelden. Unter anderem sind die Organisationen verpflichtet, die Plätze nach sozialen Gesichtspunkten zu vergeben und müssen daher einen Einkommensbescheid der Eltern verlangen und im späteren Verlauf auch Leistungsnachweise der Studierenden. Meist ist hier die Formalität aber reiner Selbstzweck.

Doch wie alle sozialen Errungenschaften ist auch diese in einer neoliberal geprägten Ökonomie in Gefahr. Erst kürzlich stellte die Bundesregierung wichtige Subventionen für Studierendenwohnheime ein. Dies führt dazu, dass sie die Benützungsentgelte erhöhen und kaum noch finanzieller Spielraum für Ausbau und Renovierungen vorhanden sind. Bei manchen Heimen steht sogar die Schließung im Raum. Eine Entwicklung, der wir uns als ÖH mit aller Kraft entgegenstellen.

Eine Liste mit vielen Studierendenheimen findest du auf unserer Homepage:

www.oeh.ac.at/wohnen/studierendenheime

Große Heimträgerorganisationen sind zum Beispiel:

Weiters gibt es Heime fast aller Konfessionen und Heime lokaler Anbieter oder Hochschulen. Über das Angebot in deiner Hochschulstadt kann dich deine lokale ÖH informieren.


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Infos

Alle Infos:

Weitere Informationen unter:

www.oeh.ac.at